HomeImpressum

Kath. Hospizstiftung Stuttgart
Werastraße 118

70190 Stuttgart
Tel. 0711 – 70 50-700

Der Jahresbericht

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich sehr über Ihr Interesse am Geschäftsbericht der Katholischen Hospizstiftung Stuttgart, der Sie regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Stiftung informiert.

Gestatten Sie mir jedoch vorher einige Worte des Dankes an Sie alle, die mit einer Spende oder Zustiftung einen sehr persönlichen Beitrag dazu leisten, dass wir das Hospiz St. Martin zu einem Ort wachsen lassen können, der mit seinem ambulanten und stationären Angebot schon seit seiner Eröffnung 2007 zeigt, dass er gebraucht und angenommen wird.

Darüber sind wir sehr glücklich und sehen uns in unserer Entscheidung bestätigt, diesen Raum zu schaffen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir für alle, die uns ansprechen und unsere Unterstützung suchen, einen guten Weg finden.

Dabei sind wir weiterhin auf Ihr Wohlwollen und Ihre Hilfe angewiesen, denn nur so lässt sich die Arbeit verstetigen und ausbauen.

Ich grüße Sie
Ihr Prälat Michael H.F. Brock
Vorsitzender

 

Jahresbericht 2010
der Katholischen Hospizstiftung Stuttgart

vorgetragen von Geschäftsführer Hubert Hiller in der Vorstandssitzung am 01.03.2011

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrte Damen und Herren,


die Jahre 2009 und 2010 waren geprägt von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Neben den Wirtschaftsunternehmen blickten auch die sozialen Unternehmen und Stiftungen gespannt auf die Auswirkungen dieser Krise. Um es diesem Bericht vorwegzunehmen: Die Katholische Hospizstiftung war von dieser Entwicklung kaum betroffen. Trotz Einbußen bei den Zinserträgen war die Katholische Hospizstiftung Stuttgart für das Hospiz St. Martin und die derzeit dort angesiedelten zukunftsweisenden Projekte eine tragende Säule.

4 Jahre nach Eröffnung ist das Hospiz St. Martin mit seinen Bausteinen stationäres Hospiz, ambulantes Hospiz, Palliative Care, Trauerbegleitung, Kursangebote und Ehrenamt fest im Netzwerk der Daseinsvorsorge in der Region Stuttgart verankert und arbeitet mit den unterschiedlichsten Gruppierungen, Institutionen und Personen eng und kooperativ zusammen. Davon profitiert die Katholische Hospizstiftung Stuttgart, die sich im vergangenen Jahr sehr erfolgreich weiter entwickeln konnte. Die gesetzten Ziele konnten erreicht und teilweise übertroffen werden.

Der Bekanntheitsgrad unserer im Jahr 2005 gegründeten Stiftung konnte durch öffentliche Veranstaltungen weiter erhöht werden. Im Juli fand im Haus der Katholischen Kirche das Benefizkonzert mit den "Homentaschn" aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer. Im Februar fand die sehr gut besuchte Vernissage der Ausstellung "Die Sprache der Hände" von Dieter Groß statt. Neben dieser Ausstellung lockte auch das Sommerfest im Juli viele interessierte Besucher an.

Seit 2008 unterstützt die Katholische Hospizstiftung Stuttgart Gäste, die eine kunsttherapeutische Begleitung wünschen. Kunsttherapie im Hospiz ist von einer Haltung geprägt, die von Weiterentwicklung und Reifung auch im Sterben ausgeht und sterbenden Menschen hilft, Vertrauen, Wut, Angst, Aussöhnung, Frieden, Vergebung und vieles andere mehr auszudrücken. Das geht als gestaltete Form oder Bild oft besser als mit Worten. Nach dem Tod geben Angehörige den Bildern einen Rahmen oder finden für die Werke einen besonderen Platz zuhause. Die Hospizstiftung konnte dieses therapeutische Angebot mit institutioneller Förderung durch die Veronika-Stiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart und aus Eigenmitteln bis zum Jahr 2012 sicher stellen.

Die uns anvertrauten Spenden und Zustiftungen sind der Geschäftsführung ein großes Anliegen. Die "Pflege" der Spenderinnen und Spender soll deshalb im laufenden Jahr 2011 einen Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes und der Geschäftsführung bilden. Es ist geplant, einen Freundeskreis mit ständigen Mitgliedern zu gründen. Die Mitglieder werden zu herausragenden Veranstaltungen und eigenen Treffen eingeladen und erhalten die Hospiz-Zeitung kostenlos zugesandt.

Im Jahr 2010 wurden die Ausgaben Nr. 4 und 5 der Zeitung der Katholischen Hospizstiftung Stuttgart herausgegeben. Unser Ziel ist es, Geldgeber, Kooperationspartner, Kirchengemeinden, Fachkräfte und Interessierte in dieser Form über die Hospizarbeit zu informieren. Mit dieser Zeitung wurde auf vielfältige Weise Interesse geweckt, der Bekanntheitsgrad der Stiftung erhöht und Menschen zur Mitarbeit und finanzieller Unterstützung motiviert. Die zwei Ausgaben fanden erneut bei den Lesern und der Öffentlichkeit eine positive Resonanz. Inzwischen wird die Hospizzeitung an über 450 Interessenten versandt. Im Jahr 2010 konnten 80 Bildbände unseres Kunstprojekts "Und Tschüss …" gegen Spenden überwiegend an ein Fachpublikum weitergegeben werden.

Die im Hospiz St. Martin geleistete Arbeit, die Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit haben sich positiv auf die Spendenentwicklung ausgewirkt. Die Zahl der Zuwendungen für die Katholische Hospizstiftung Stuttgart liegt mit 789 unter dem Vorjahresergebnis (815). Auf das Konto 500 500 der Liga Bank wurden Spendenbeträge von 10 bis 10.000 € überwiesen. Erneut haben 20 Personen anlässlich eines Ereignisses (Geburtstag, Jubiläum oder Todesfall) gespendet. Insgesamt sind 92 (49) Zustiftungen in Höhe von insgesamt 43.455 € und 697 (766) Spenden in Höhe von insgesamt 149.559,63 € eingegangen. Bei den Zustiftungen ist auch ein Nachlass enthalten.. Zweckgebundene Spenden erreichten die Stiftung für die Kunsttherapie, den Zirkus Martinelli, den gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst ins Leben gerufene Kinderhospizdienst. So konnten diese beiden Projekte und der Hospizbetrieb St. Martin im Jahr 2010 mit insgesamt 116.908 € gefördert werden.

Allen Spenderinnen und Spendern, Zustifterinnen und Zustiftern möchte ich an dieser Stelle einen besonderen Dank aussprechen.

Die vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung des stationären Hospizes St. Martin weist im Jahr 2010 einen Fehlbetrag von 257.928 € aus. Wie Sie wissen, kann aufgrund der gesetzlichen Vorgaben das Hospiz St. Martin nicht kostendeckend betrieben werden. Die Finanzierung der stationären Einrichtung schreibt einen Eigenanteil des Katholischen Stadtdekanats Stuttgart von 10 % vor. Damit der jährliche Betriebsabmangel getragen werden kann, sind weiterhin wir weiterhin auf Spenden, ehrenamtliche Arbeit und Erlöse aus dem Kapital der Hospizstiftung angewiesen. Im Wirtschaftsplan 2011 ist deshalb die Einwerbung weiterer Spendenmittel in Höhe von 72.500 € und Zustiftungen von 35.000 € eingeplant.

Für das Jahr 2011 hat sich die Geschäftsführung zum Ziel gesetzt:

  • einen Freundeskreis zu gründen
  • weitere Verbündete zu gewinnen
  • neue Projekte der Katholischen Hospizstiftung zu initiieren und bekannt zu machen
  • Kooperationspartner zu finden,
  • das Stiftungskapital weiter zu erhöhen.

Unser großes Ziel ist es, das Stiftungskapital von nunmehr 1,8 Mio. € auf 5 Mio. € zu erhöhen. Um die Herausforderung zu meistern werden noch mehr und noch größere Zustiftungen benötigt. Ich möchte, an dieser Stelle allen sehr herzlich danken, die im Jahr 2010 mit ihren großherzigen Gaben und ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass die Hospizstiftung den Sterbenden und ihren Angehörigen einen Mehrwert bieten kann an Begleitung, Zuwendung und persönlicher Zeit.

Ihnen, sehr geehrte Frau Severin und sehr geehrte Herren Vorstände, danke ich sehr für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und für Ihre ehrenamtlich geleistete Arbeit zugunsten der Katholischen Hospizstiftung Stuttgart.

gez.
Hubert Hiller
Geschäftsführer der Katholischen Hospizstiftung Stuttgart